Versöhnung 
Laudatio Helma Hörath
am 17. November 2013 in der Friedenskirche Babelsberg

November ist der Monat des Bedenkens und des Besinnens. Beide Tätigkeiten sind eng, ganz eng mit uns Menschen verbunden. Sie sind uns eigen, sie sind menschlich, genauso wie das Darstellen von Gedanken, Gefühlen und Lebenssituationen mit künstlerischen Mitteln, um so weiteres Nachdenken und möglicherweise auch Taten auszulösen.

 

Auch darum haben wir uns sehr gern dem Thema „Versöhnung“ zugewandt. Wir – das sind die zehn Frauen der Künstlerinnenvereinigung „blutorangen“.

 

Jede Einzelne von uns hat mit ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten den Themenkreis der Versöhnung ausgelotet.


Jede hat ihre Sichten und Ansichten in Bilder umgesetzt, die hier in der Friedrichskirche in jeder öffentlichen Veranstaltung – sei es Gottesdienst oder Konzert - bis Ende Dezember 2013 zu sehen sein werden.

 

Neben der Individualität jedes einzelnen Werkes, gibt es Gemeinsamkeiten, muss es Gemeinsamkeiten in Farben, Formen und Inhalte geben. Denn wir leben in derselben Begriffswelt, auch wenn nicht alle von uns das Deutsche als Muttersprache haben.

In „Versöhnung“ stecken auch die Wörter: Einigung, Beilegung, Aussöhnung, Schlichtung, Verständigung.

 

Zur Verständigung gehören die Brücken, die Gräben überwinden lassen. Zur Aussöhnung gehören die Fäden, die helfen, Missverständnisse zu entwirren oder wichtige Konzentrationspunkte sichtbar zu machen.

 

Zur Schlichtung gehören die Köpfe und die Herzen der Menschen, die bereit sind, einen gemeinsamen Weg zu finden und ihn zu gehen. Zur Einigung gehört der Mut, den ersten Schritt zu machen.

 

Da ist das Paar, das nach den richtigen Wörtern sucht und endlich wieder die gemeinsame Zukunft erkennt.

Da sind die Völker, die endlich auf einander zugehen, sich die Hand reichen.

 

Da sind die Menschen, die fern von uns leben, die sich nach Frieden sehnen und um Versöhnung bitten. Sie hoffen auf einen Engel, auf ein Wunder, vielleicht durch den Himmel, vielleicht durch die Wärme unserer Hände.

 

Alle diese Verbindungsbögen zum Inhalt des Wortes „Versöhnung“ werden Ihnen in unseren hier gezeigten Werken begegnen.

Unser kleines Plakat, das wir in den Vorraum der Kirche gestellt haben, deutet eine weitere Facette der Versöhnung an, nämlich das ausgesöhnte Zusammenleben von Frauen und Männern. Denn nur gemeinsam werden wir unserem Hiersein einen Sinn geben, werden wir es schaffen, unseren Kindern und Kindeskindern die Erde als ihr Zuhause zu erhalten und zu übergeben.

 

Gern sind wir „blutorangen“ bereit, uns während des Rundganges mit Ihnen zum Thema „Versöhnung“ bei und zu unseren Bildern in ein Gespräch einzulassen.

 

Vorher aber geben uns Carmen Orlet (Gesang) und Hugo Dietrich (Gitarre) eine musikalische Einstimmung in den weiteren Verlauf der Ausstellungseröffnung bzw. einen Ausklang, den Sie mit nach Hause in den heutigen Sonntag nehmen können.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.