10 Jahre >blutorangen< 
Laudatio "WIR - GEMEINSAM" 

Das ist der Titel, den wir der Jubiläumsausstellung schon bei der Vorbereitung im vorigen Jahr gegeben haben. Sie besteht aus zwei Teilen. Vom 8. März bis zum 30. April werden im Gemeindezentrum Stahnsdorf 95 Exponate, davon 10 Skulpturen, 85 Bilder sowie vier Werkzyklen mit drei bis vier Einzelteilen, zu sehen sein. Im Bürgerhaus Teltow wird dann vom 1. Juni bis zum 1. August 2014 der zweite Teil unserer Jubiläumsausstellung laufen. Dort werden wir die Präsentation am letzten Tag, also am Freitag, dem 1. August, mit einer musikalisch-literarischen Veranstaltung beschließen, um uns dann neuen Aufgaben zuzuwenden.

Heute aber steht auf unserem Gruppenplan: „Eröffnung der Ausstellung zum zehnjährigen Bestehen der blutorangen“. Und wir freuen uns, dass wir das mit Ihnen tun können.

 

Ganz bewusst haben wir dieses Ereignis in die Brandenburger Frauenwoche 2014 gelegt. Und das nicht nur, weil wir alles Frauen sind oder weil unsere erste blutorangen-Ausstellung in der Frauenwoche vor zehn Jahren hier an diesem Ort gelaufen ist. Das Motto, mit dem die erste Märzhälfte 2014 in Potsdam- Mittelmark überschrieben ist – nämlich „Gemeinsam – lebendig – widerständig“ - trifft auch auf uns und unsere Gruppenaktivitäten zu.

 

Warum wir das Eigenschaftswort „Gemeinsam“ für uns als zutreffend empfinden, das braucht eigentlich nicht erläutert zu werden. Das verdeutlichen viel besser als alle Worte die Exponate dieser Ausstellung. Denn sie ergänzen sich gegenseitig, sie erweitern und vertiefen den Blick durch ihre Vielseitigkeit und durch die unterschiedlichen Materialien und Techniken. Diese reichen von Malerei mit Öl, Acryl, Aquarell und Collagen aus Papier, Keramik und Stoff, über Fotografie, Fadengrafik und Skulpturen aus Pappmaché und Ton.

 

Das Wort „Gemeinsam“ umfasst in unserer Gruppe nicht nur die blutorangen- Künstlerinnen, sondern auch ihre Männer und Brüder, die beim Transport der Ausstellungsstücke oder beim Hängen der Bilder und Einrichten der Vitrinen tatkräftig mit zupacken. Und nur so ist es zu erklären, dass der Aufbau einer nicht gerade kleinen Ausstellung wie diese in zwei Stunden geschafft werden konnte.

 

Meine Großmutter würde jetzt sagen: „Viele Hände machen der Arbeit schnell ein Ende.“ Ja, natürlich ist es so. Aber die Herzen müssen auch im gleichen Rhythmus schlagen und die Köpfe müssen, ausgerichtet auf ein Ziel, in der Lage sein, nicht nur in einem zeitlichen Rahmen schnell und präzise zu agieren, sondern die Arbeit der anderen anzuerkennen, aber auch bereit sein, Ratschläge und Hinweise anzunehmen, um ein gemeinsames Werk, nämlich eine Ausstellung, zu gestalten.

 

Zum Adjektiv „widerständig“ möchte ich eigentlich nur auf unseren Gruppenweg hinweisen: Die >blutorangen< wurden aufgelöst und durch den Widerstand von einigen wenigen Frauen, die das nicht akzeptieren wollten, wiederbelebt. Und wie gut und richtig diese Entscheidung war, das ist hier deutlich sichtbar.

 

Das dritte Wort im Titel der Frauenwoche lautet „lebendig“. Wie könnte man Leben und Lebendigkeit besser darstellen als mit Einblicken in die Natur.


Indem wir Motive aus der Natur aufgreifen und mit den Farben der Kunst verarbeiten, wird das Auge des Betrachtenden focusiert. So werden Sie auf unseren Bildern und Skulpturen hier im Erdgeschoss des Gemeindezentrums in Stahnsdorf Blumen und Blüten, Bäume und Tiere, Landschaften auf der Erde und am Himmel finden. Aber natürlich ist auch der Mensch ein Teil der Natur, der Mensch mit seinem Körper, mit seinen Gefühlen, seinen Träumen, seinen Wünschen, seinen Niederlagen, seinen Aktivitäten in Wissenschaft, Technik und Politik, seinen Lebenswegen, seinen Fähigkeiten, seinen Phantasien und Realitäten.

 

Und wie lebendig die >blutorangen< sind, das zeigt jede Künstlerin mit ihrer Persönlichkeit und ihrem Schaffen sehr nachdrücklich. Da in der Laudatio die Darstellung nur allgemein bleiben kann, haben Sie, liebe Gäste, heute Abend die Gelegenheit, die eine oder andere von uns >blutorangen< zu ihrem künstlerischen Werk und zu ihrem Engagement ganz persönlich zu befragen. Und so hoffen wir auf zwei Stunden voller interessanter Gespräche.

 

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Hier endet die Laudatio, mit der am 7. März 2014 die Ausstellung „WIR – GEMEINSAM“ eröffnet wurde. Alle unsere Internet-Besucher haben die Möglichkeit, mit jeder einzelnen >blutorange< über unsere Web-Seite in Kontakt zu treten.

 

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