10 Jahre >blutorangen<
Jubiläumsausstellung 2014
Erster Teil: Gemeindezentrum Stahnsdorf März bis April
Zweiter Teil: Bürgerhaus Teltow Juni bis August
Gast: Peggy Drost, Kleinmachnow
Die Wurzeln
Es begann in Stahnsdorf mit dem Markt der Möglichkeiten im Frühjahr 2003 und mit einem Aufruf an alle künstlerisch tätigen Frauen der Region, sich zur Frauenwoche des folgenden Jahres an einer Ausstellung im Gemeindezentrum des Ortes zu beteiligen. Diesem Aufruf, der von dem Stahnsdorfer Künstler Eberhard Trodler initiiert worden war, folgten in kurzer Zeit über 30 Frauen. In dieser Phase lernten sich die Kleinmachnower Fotografin Peggy Drost und die Teltower Malerin Angelika Watteroth kennen. Sie übernahmen es, die erste Ausstellung zur 14. Brandenburgischen Frauenwoche im März 2004 zu organisieren und einzurichten.
Ein Einkaufszettel inspirierte zu dem Namen „blutorangen“, die die Künstlerinnen- Gruppe von nun an führte. Mit den Früchten verbanden sie solch mehrdeutige Eigenschaften wie bittersüß, überraschend saftig und vitaminreich. Und in diesem Fall handelte es sich auch um das sehr seltene Vitamin K wie Kunst für die Region. Mit dem Titel Metamorphosen war die erste Ausstellung viel mehr als nur ein Achtungserfolg. Beim Blutorangensaft, Blutorangenlikör und bei Blutorangenmarmelade gab es während der Vernissage interessante Gespräche und es wurden zahlreiche Fäden zu bereits bestehenden Initiativen und Projekten geknüpft.
Die Gruppe wurde von anderen interessiert beobachtet. Das Besondere bestand neben der ausschließlich weiblichen Zusammensetzung in dem Zusammenwirken von Frauen, die über ganz unterschiedliche Wege der Ausbildung und der Beschäftigung mit kreativen Techniken ihre eigene Ausdrucksform in der Kunst gefunden hatten und gerade dabei waren, sie zu entdecken.
Bis 2006 zeigten die >blutorangen< ihre jährlichen Ausstellungen mit unterschiedlichen Themen und wechselnd teilnehmenden Künstlerinnen in Teltow, Kleinmachnow und Güterfelde als offene Gruppe.
Im selben Jahr formierten sich die >blutorangen< neu. Es entstand eine geschlossene Gruppe. Die Koordination übernahm die Malerin Gudrun Witt, die davon überzeugt ist, dass es nur ein harmonisches und gut funktionierendes Miteinander möglich machte, so viele Jahre gemeinsam zu organisieren und auszustellen.
Das Gestern und das Heute
Auch nach 2006 sahen die >blutorangen< die Teltower Region als Mittelpunkt ihres Wirkens an. Weiterhin fühlten sie sich den Themen der jährlichen Frauenwochen verbunden und arbeiteten zu diesen Aspekten des Alltags von Frauen in Deutschland und in anderen Ländern.
Mit wachsendem Selbstbewusstsein und zunehmender Beherrschung der individuellen künstlerischen Sprache weitete sich der Wirkungskreis. In der Folge waren Werke der >blutorangen< vor allem in Teltow (so in der Siedlungskirche und in der Andreaskirche) aber auch in Petzow, im Schmetterlingshorst am Müggelsee sowie der Friedrichskirche am Weberplatz in Potsdam Babelsberg zu sehen. Gern folgten sie 2012 und 2013 dem Ruf aus Beeskow sowie aus Treuenbrietzen und zeigten dort über 100 Werke, die unter den Händen der >blutorangen< in den letzten Jahren entstanden waren.
Die Themen der gezeigten Arbeiten sind zum Teil von der Gruppe selbst gewählt oder aber durch die Einbindung in Projekte wie zum Beispiel „Engel und Mensch“ entstanden. Das Repertoire der Künstlerinnen reicht von Malerei mit Öl, Acryl, Aquarell und Collagen, über Fotografie, Skulpturen aus verschiedenen Materialien und Installationen, Grafik und Illustration bis hin zur Verarbeitung und dem Vortrag eigener Texte.
In der Jubiläumsausstellung, die noch einmal die Orte des Anfangs umkreisen, werden von allen Genres Werke zu finden sein.
Jubiläumsausstellung >WIR - Gemeinsam<
>> 8. März bis 30.April 2014 -Gemeindezentrum Stahnsdorf,
Vernissage: 7. März 2014, 18.30 Uhr
>> 1. Juni bis 1. August 2014 – Bürgerhaus Teltow
Emma Anders, Ingrid Benes, Brigitte Bretschneider, Gudrun Göhringer, Kyung-Hee Hannes, Renate Hartke, Maria Hein, Helma Hörath, Ursula Pfuhl, Gudrun Witt:
„Wir bedanken uns bei allen, die uns unterstützt und uns auf unserem Weg bis heute begleitet haben. Wir grüßen alle ehemaligen >blutorangen< !“